Dix/Beckmann: Mythos Welt

Derzeit werden Werke der Künstler Otto Dix (1884-1950) und Max Beckmann (1891-1969) in der Mannheimer Kunsthalle gegenüber gestellt. Obwohl sich beide weder kannten noch jemals begeneten, treten in der Ausstellung erstaunliche Parallelen ans Tageslicht.

Die Ausstellung ist in 15 Themenräume gegliedert, die jeweils Gemeinsamkeiten im Lebenswerk aufzeigen. Zu Beginn wird der Besucher mit der Selbstdarstellung Beckmanns sowie Dix‘ konfrontiert. Schnell stellt man fest, dass das Selbstporträt zur Selbstinszenierung diente. Während Beckmann als Gesellschaftslöwe oder Clown zu sehen ist, zeigt sich Dix als Künstlerheld mit Raubtierblick.

Im weiteren Verlauf werden Kriegszeichnungen gezeigt, die auf Erinnerungen der Künstler beruhen. Beckmann war als Sanitätssoldat acht Monate im Weltkrieg und Dix als MG-Schütze vier Jahre.

Einen Großteil der Ausstellung, der nach den Kriegsszenen einen fröhlicheren Eindruck macht, bilden die Werke, die die goldenen Zwanziger thematisieren. Darauf folgen spannende Gemälde, die sich mit der christlichen Ikonographie auseinander setzen.

Insgesamt ist die Ausstellung spannend aufgebaut. Es gibt einen aufschlussreichen Flyer und kostenpflichtige Audioguides. Die Gliederung der Räume ist sowie die Gegenüberstellung der Werke sinnvoll. Auffällig – im positiven Sinne – ist die Inszenierung zweier Tryptichons auf Leuchtwänden, wodurch viele Details besser erkannt werden können. Außerdem gibt es Videoräume, die dem Besucher unter anderem Einblicke in das private Leben der Künstler sowie in kreative Arbeitsprozesse gewähren. Abschließend kann ich sagen: Ein Besuch lohnt sich ;)


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