Film: Boyhood

Das erstaunlichste an diesem Film ist das einzigartige cineastisches Experiment: 2002 fing der Regisseur Richard Linklater an den, damals achtjährigen Jungen Ellar Coltrane bis in das Jahr 2013 zu begleiten. Der Film soll die Geschichte der Kindheit mit allen Höhen und Tiefen, allen Neuentdeckungen und der kindlichen Experimentierfreudigkeit erzählen. Als Hauptprotagonist steht die Figur Mason Junior, dessen Gefühle stets vermittelt werden. Dieser wächst mit seiner älteren Schwester und der Alleinerziehenden Mutter in Texas auf. Der Vater taucht in regelmäßigem Abstand auf, doch wirkt er selbst zu Beginn noch unreif und naiv. Die Probleme der unterschiedlichen Generationen stehen sich stets gegenüber, sowie das Unverständnis der anderen Generation. Das Heranwachsen und die Weiterentwicklung, nicht nur des Jungen, sondern auch der Eltern und der ganzen Familie, werden hier festgehalten.

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Der Film wurde trotz der Gesamtspielfilmlänge von fast 3 Stunden an keiner Stelle langweilig oder langwierig. Durch das Einbeziehen von damals aktuellen Ereignissen, wie der Veröffentlichung der Harry Potter Bücher oder dem Erfolg von Britney Spears, aber auch dem Wahlkampf für Obama und der damaligen Hoffnung auf Veränderung, wird man selbst ebenso mit einbezogen und findet sich in den dargestellten Szenen wieder. Neben dramatischen Szenen durfte auch viel gelacht werden, inwiefern dies allerdings geplant war, kann an dieser Stelle leider nicht gesagt werden.

Wenn ich Sterne verteilen dürfte, wären das 4 1/2 von 5. Also unbedingt anschauen!


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