The Return to Rock’n’Heim – Erinnerungsfetzen

Wo soll man anfangen? Umfassend berichten kann ich nicht, nehmt’s mir nicht krumm – aber persönliche Erfahrungen und Eindrücke teilen auf jeden Fall.

Wir hatten uns aufgrund der Lagepläne und den bekanntlich sehr langen Laufwegen im Voraus für Green Camping auf Platz D entschieden – für Camper mit regulärer 3-Tages-Karte der nächste Platz am Ring – aber trotzdem noch gut 25 Minuten Fußweg über die Autobahnbrücke und durch den Wald, den man mit einem Wegbier oder zwei dennoch gut rum bekommt.

Da ich chronologisch vorgehen will, muss ich leider erstmal zu meckern anfangen: die Anreise mit der Bahn war nicht so angehm wie erhofft, da kurzerhand die Shuttlebusse vom Bahnhof bis zum Gelände einfach gestrichen wurden und man den Weg mit Gepäck über 3km selbst bestreiten musste – bei eher mäßiger Ausschilderung. Den Weg zu den einzelnen Campingplätzen musste man sich dann komplett erfragen, an dieser Stelle aber prooobz an die netten Security-Leute, die das ganze Wochenende sehr freundlich und gechillt ihren Job gemacht haben.

Nach der Ankunft sind wir dann passend zu Parov Stelar aufs Gelände und haben das Wochenende mit Electro Swing eingeläutet, was einfach super gepasst hat und sehr viel Spaß gemacht hat. Danach gings weiter mit Pretty Lights und an dieser Stelle muss ich auch schon mein Highlight für das Wochenende verkünden! Ich hatte mich schon im Voraus auf diiiiesen Derek mit seinem DJ-Set gefreut, aber in Live, Open Air und den besten Freunden um einen rum war es dann einfach nochmal tausendmal schöner. Die Bühnenshow war auch sehr ansprechend mit 10000 hübschen Lichtern, Lasern und Projektionen, die einen Sprayer auf dem nächtlichen Streifzug durch die Stadt begleiten. Nach einer kleinen Verschnaufspause kam dann auch schon der Act, auf den ich am meisten gespannt war: Outkast mit ihrem Reunion-Programm. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und war schön lässig nach Pretty Lights vorher, aber man hat auch auf jeden Fall gemerkt, dass Outkast die Menge nur bei ihren 3 Hits richtig abholen konnte. Die übliche Show war sonst auch ganz nett, aber irgendwie auch etwas uninspiriert und einfach abgespult. Nach Outkast endete unser erster Abend, mehr ging einfach nicht nach dem Gewaltmarsch am Nachmittag quer durch Hockenheim mit dem ganzen Gepäck! Deshalb haben wir leider auch Deadmau5 verpasst.

Am Samstag konnten wir Green Camping sei Dank so richtig schön und lang ausschlafen. Aufs Gelände gings dann rechtzeitig für Sierra Kidd. Der hat mir so nicht unbedingt viel gesagt, aber eine Freundin hat mich mitgeschleppt und es hat sich auch dann auch gelohnt! Obwohl ich doch hin und wieder schmunzeln musste, weil die besungenen Probleme doch sehr pubertär und weltschmerzig daherkamen, aber hey, der Zögling von Raf Camora ist ja auch noch nicht mal 18!^^ Nach Sierra Kidd gings rüber zur Main Stage, für mich an dem Wochenende zum ersten Mal, Billy Talent und die Beatsteaks hatte ich mir durch die Lappen gehen lassen. Vor der Main haben wir uns ein bisschen vorgekämpft, weil es doch recht voll war und dann mega zu Skrillex abgehottet :D!! Die anderen aus unserem Camp, die sich für Alligatoah entschieden hatten, kamen aber auch ganz beseelt vom Konzert zurück und hatten jede Menge Spaß, alle haben also gewonnen. Unsere Gruppe hat sich nach den zwei Konzerten wieder zusammengefunden um ZEDD zu sehen, der ein schönes Cover-Set aufgelegt hat, was super zum mittanzen und -singen war, aber von ihm selbst war leider eher wenig dabei.

Am Sonntagabend waren alle super gespannt auf The Prodigy. Leider wurden meine Erwartungen sehr enttäuscht, sie haben mich überhaupt nicht abgeholt wie ich es vermutet hätte. Weiter vorne sah man die Menschen gut abgehen, es macht natürlich auch viel aus, wo man steht und wie die Leute um einen rum auf die Musik reagieren. Wir fanden es aber leider so mies, dass wir schon vor Ende wieder zur anderen Bühne gelaufen sind, wo Deichkind gerade angefangen hatte. Nach The Prodigy kamen alle von der Main rüber zu Deichkind und es wurde einfach super voll und unangehm – und wir waren einfach durch, deshalb haben wir uns in der Mitte des Deichkind-Konzerts dazu entschieden, ins Camp zurückzugehen. Natürlich nicht, ohne dem Handbrot-Stand einen gebührlichen Besuch abzustatten – Handbrot versöhnt einen einfach mit der Welt, haben wir alle gebraucht in dem Moment!

Am Sonntag gings dann noch ans Abbauen und die Heimreise, bei der uns ein netter Mann die Stadtlinie empfohlen hat, die uns dann ruckzuck zum Bahnhof gekarrt hat. Hätte man eventuell auch Freitag draufkommen können :D

Zum Schluss noch HOT – NOT Stichpunkte, die mir beim Schreiben eingefallen sind, aber nicht im Text untergebracht sind.

HAWT

+ Dixis auf Camping D. Nie ne Schlange und sogar immer Klopapier. Dixi-Luxus!
+ Dass Pretty Lights alle EPs gratis zum Download anbietet, und zwar hier!
+ Bekannte auf dem regulären Zeltplatz (F) besuchen, Eskalation angucken und Flunkyball spielen, dann ins traute Heim im Wald zurückkehren.
+ Handbrot. Weil warmer Käse. Weil warmes Brot. Weil warmes Herzle!
+ Muskelkater vom Tanzen!

NAWT

– Dixis auf dem Festival-Gelände! Super wenige da, dafür super viel frequentiert, dementsprechend lecker.
– Ausgelaufene Getränke in der Tasche mit der Kameraaa, ugh.
– Muskelkater vom Laufen!


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