POETRY SLAM in Karlsruhe

Heute will ich von einer Liebe erzählen, der ich treu bin, seit ich nach Karlsruhe gezogen bin. Im Oktober 2012 war ich zum allerersten mal überhaupt bei einem Poetry Slam – geführt hat es mich dafür in den KOHi Kulturraum am Werderplatz in der Südstadt. Dort ist im Vorderaum Platz für eine Bar und Sitzgelegenheiten, im hinteren Bereich (den man zunächst gar nicht vermuten würde) taucht man dann ein in einen weiteren Raum. Vollgepflasterte Wände von Plakaten vergangener Veranstaltungen, Bierbänke und eine weitere Bar geben dem Hinterzimmerchen genau die richtige Atmosphäre für einen Slam (wer einmal in einer brav aufgestuhlten Halle im Publikum bei einem Slam saß, wird den Unterschied merken – und nie wieder wo anders als in „Kellerchen“ sitzen wollen).

Für alle, die das Konzept nicht kennen: Beim Poetry Slam werden selbstverfasste Texte vorgetragen, wobei es ein Zeitlimit, meist zwischen fünf und sieben Minuten, gibt. Wie der Text aussieht, ist dabei dem Poeten natürlich komplett frei überlassen: Ob man dabei  seiner Fantasie freien Lauf lässt, einer verflossenen Liebe hinterhertrauert, sich allgemeinem Weltschmerz hingibt, über den Nachbar lästern oder sich einfach nur bei seiner Oma bedanken will – alles ist erlaubt. So ergibt sich im Laufe des Abends eine bunte Mischung von Auftritten: Stand-up Comedy, klassische Reime oder auch mal laute Aufreger wechseln sich ab und machen jeden Poetry Slam immer von  Neuem aufregend.

Die Bewertung läuft dabei denkbar basisdemokratisch ab: Die Zuschauer entscheiden, wer’s am besten kann. Dabei kommen Punktetafeln zum Einsatz, die die Performance von 1-10 bewerten. Eine weitere Möglichkeit ist, die Intensität und Lautstärke des Applaus‘ Bände sprechen zu lassen: rasten alle vor Begeisterung aus oder hört man nur ein leises Hüsteln?

Poetry Slam ist somit eine gute Kombination aus Zuhören und selber mitmachen und durch unterschiedliche Slammer jedes Mal neu.

Poetryslam Kohl Karlsruhe September 2014Für alle, die jetzt neugierig geworden sind, gibt es diese Woche gleich zweimal die Möglichkeit, Poetenluft zu schnuppern:

– Donnerstag, 27.11.: Lesebühne „An WOrt und Stelle“ in der Badischen Landesbibliothek um 19:00 Uhr (mit dabei: Jens Wienand, Sylvie le Bonheur, Stefan Unser, Ramon Schmid, Marius Loy)

– Freitag, 28.11.: Poetry Slam im KOHi Kulturraum am Werderplatz, Beginn um 21:00 Uhr, Einlass ab 20:00 Uhr (die begehrten Plätze auf den Bierbänken sind sehr schnell weg!)

Beide Veranstaltungen kosten jeweils 5€, die sehr gut investiert sind, versprochen! Wir sehen uns :)


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