Kunstmesse Frankfurt 15

Am Samstag war es nun so weit: 76131 machte sich auf den Weg nach Frankfurt am Main zur Kunstmesse.

Erst einmal etwas Allgemeines: Die Stadt Frankfurt versuchte schon einige Male Kunstmessen bei sich zu etablieren, was jedoch immer missglückte. Zuletzt fand im Jahr 2007 die „Art Frankfurt“ statt. Nun sollte also der dritte Versuch mit neuem Namen klappen. Von der Antike bis zur zeitgenössischen Kunst soll ein Überblick und Einblick verschafft werden. Egal ob Möbel, Schmuck, Malerei, Bildhauerei und Fotografie, Videokunst oder Installationen. Vertreten sind unter anderem Harding Meyer, Till Freiwald, Samuel Salcedo, Camille Corot, David LaChapelle, Andy Warhol und Georg Baselitz. Von allem ist etwas dabei – eine Epochen übergreifende Kunstmesse?

Unser erster Eindruck war erst mal etwas ernüchternd. Ich hatte mich vorab nicht über die Anzahl an Galeristen oder Künstlern informiert und stand so etwas erstaunt in Halle 1. Man erwartete wohl 200 Galerien und Aussteller, letztlich waren es dann nur rund 60. Und dem entsprechend schnell hatte man dann auch seinen Rundgang erledigt. Auch die geringe Besucherzahl machte uns stutzig.

Bei uns als fleißige „Art“ Besucher war natürlich ein Vergleich der „Kunstmesse Frankfurt 15“ mit der „Art Karlsruhe“ nicht zu vermeiden. So fehlte als Erstes zunächst einmal der Hallenplan. Es gab zwar eine Übersicht, jedoch ohne Angabe zu den jeweiligen Galeristen. Man irrt also etwas planlos umher, und die Positionierung der Galerien gibt auch keinen Aufschluss über ein logisches Ablaufen, etwa von der Antike bis zur Gegenwart – um also den erwarteten Epochenüberblick zu erhalten.

Weiterhin waren die weißen Stellwände oftmals ungeschickte gestellt und die Kunst kam so nicht richtig zur Geltung. Enge Winkel und Ecken, die eigentlich nicht hätten sein müssen – war doch die Halle mit ihren 9000 m² groß genug für die 60 Aussteller. Wobei hier auch anzumerken ist, dass das jeder Galerie wohl selbst überlassen ist. Allgemein war alles etwas lieblos gestaltet und schien nicht so hochwertig wie auf der „Art“. So war auch das Angebot von allem irgendwie zu viel. Der rote Faden hat uns gefehlt und so steht man manches Mal etwas ratlos vor dem ein oder anderen Werk.

Nichtsdestotrotz hat uns natürlich auch etwas gefallen. Zum Beispiel dass auch einige Internationale Galerien und Künstler ausstellten und man auf jeden Fall einmal näher an Informationen über ein Werk und vor allem auch über den Kunstmarkt bekommt, als das bei einem normalen Museumsbesuch der Fall ist. Auf der Messe kommt man ins Gespräch, knüpft vielleicht den ein oder anderen Kontakt und lernt einem bisher unbekannte KünstlerInnen kennen.

Am Freitag soll die Kunstmesse gut besucht gewesen sein und die Verkäufe liefen wohl auch nicht schlecht, der wohl wichtigste Punkt für ein Fortbestehen der Messe.

Als Fazit lässt sich also sagen: Man merkt die kurze Planungszeit der Kunstmesse, die wohl nur ein halbes Jahr gedauert haben soll. Doch auch wenn die Strukturierung und die Größe nicht unseren Erwartungen entsprochen hat, haben wir doch viel Neues gesehen und einige tolle Hintergrundinformationen erhalten.

Und damit Ihr nun auch noch einen kleinen Einblick in das Angebot der „Kunstmesse Frankfurt 15“ bekommt, hier ein paar Bilder:

Kunstmesse Frankfurt Kunstmesse Frankfurt Kunstmesse FrankfurtKunstmesse Frankfurt Kunstmesse FrankfurtKunstmesse FrankfurtKunstmesse Frankfurt Kunstmesse Frankfurt     Kunstmesse FrankfurtKunstmesse Frankfurt© Blog-76131


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