Neues aus Barcelona #1

Wie bereits angekündigt, habe ich mich vorerst von Karlsruhe verabschiedet (das hat einige kleine Tränen gekostet, Abschiede sind ja nie leicht) und bin umgezogen – nach Barcelona.
Da ich diesen (recht spontanen) Schritt ohne Erasmus-Programm oder eine andere Organisation gewagt habe, hatten es die Vorbereitungen in sich: im April habe ich meine erste Spanisch-Stunde besucht, schon im Juni habe ich die ersten Bewerbungen verschickt, dann kam die große Sommer-Pause in Spanien, in der man Wochen oder Monate lang auf eine Antwort wartet, weil wegen der Hitze alle fluchtartig ihre Büros verlassen. Das war für mich nicht schlimm, denn ich hatte jede Menge zu tun: während eines Praktikums im Museum habe ich meine letzten Seminararbeiten verfasst und mich danach auf meine Bachelor-Prüfung vorbereitet.
Nach der Prüfung hatte ich eine Woche Zeit, um mein Zimmer in Karlsruhe zu räumen, mich von Freunden und Familie zu verabschieden (ich freue mich darauf, sie bald in Barcelona zu begrüßen!), meinen Kram für Barcelona zu packen und mich auf die ersten Vorstellungsgespräche vorzubereiten. Das ganze hat viele Nerven gekostet, nicht nur meine, sondern auch die derjenigen, die mir dabei zur Seite standen.

Placa Catalunya Barcelona Museu Frederic Marès Barcelona

Inzwischen ist diese ganze Aufregung zwei Wochen her und die Anstrengungen haben sich gelohnt. Bei meinen Unternehmungen und Plänen habe ich mich bisher von den Sightseeing-Highlights fern gehalten. Nicht, weil ich kein Interesse daran habe, sondern eher weil ich vieles davon bei früheren Besuchen gesehen habe und mir dieses Mal viel mehr Zeit nehmen kann. Trotzdem war ich in Barcelonetta um einen leckeren Burger mit Blick auf’s Meer zu essen und bin durch die Straßen des Barri Gotic geschlendert. Zu meiner großen Verzweiflung komme ich auf dem Weg zur Sprachschule an den vielen teuren Läden auf dem Passeig de Gràcia vorbei – man möchte ja leider oft mehr als man sich leisten kann. Außerdem habe ich das kleine Museu Frederic Marès besucht. Gezeigt wird eine einzigartige Sammlung spanischer Skulptur von der Antike bis ins 19. Jahrhundert, deren Schwerpunkt auf christlicher Kunst liegt. Direkt nebenan liegt außerdem die Catedral de Barcelona, deren Ursprünge auf’s 11, Jahrhundert zurück gehen und die sich heute in einem recht eigenen gotischen Stil präsentiert.
Am letzten Wochenende habe ich einen Ausflug nach Sitges gemacht, wo das 48 Festival Internacional de Cinema Fantàstic de Catalunya stattgefunden hat. Leider hatte ich keine Kamera dabei und kann nicht zeigen, wie die Straßen mit Geistern, Skeletten und anderen undefinierbaren Basteleien geschmückt waren. Die Stimmung war richtig gut und auch die Zombies, denen man auf der Straße begegnet ist, waren ziemlich lebendig und fröhlich. Auch ohne Filmfestival ist Sitges eine Stadt, die dank ihres alten Stadtkernes, eines wunderbaren Strands und einer schönen Kirche definitiv einen Besuch wert ist.

And Other Stories Barcelona Ramba de Catalunya Barcelona Cafe Zurich Barcelona

Dieses Wochenende war etwas weniger aufregend. Am Freitag stand ein Kinobesuch auf dem Programm – im Phenomena, ein Kino das zwar neu ist, aber den gleichen Charm wie die Karlsruher Schauburg versprüht. Gestern haben die Ladenbesitzer in den Straßen von Gràcia ihre Ware vor die Tür getragen und in kleinen Ständen und Pavillons präsentiert und bewiesen, dass sie es wert sind noch einmal vorbei zu schauen.
Das war es vorerst an Neuigkeiten aus Barcelona. Am Montag starte ich mein Praktikum in einer Kunstgalerie. Und natürlich habe ich noch viel vor und werde davon berichten; ganz oben auf meiner To-Do Liste steht die Ausstellung der Kollektion Antoni Tàpies in der Fundació Antoni Tàpies und das 48h Open House BCN Architektur-Festival am kommenden Wochenende, das die Gelegenheit gibt, Häuser berühmter Architekten, die sonst nicht zugänglich sind, zu besichtigen. Hasta pronto!

Jardin del Palau Robert Barcelona Casa Batllo Antoni Gaudi Barcelona


3 Gedanken zu “Neues aus Barcelona #1

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