Einmal London und zurück …

London_Straße

Mitte Oktober hab ich mir meine beste Freundin geschnappt und wir sind nach London geflogen. Einfach so, weil wir es können und mega Bock drauf hatten! Nein, im Ernst – wir haben uns wirklich einen Städtetrip nach London gegönnt und es lief auch alles recht spontan ab, aber ein paar Kleinigkeiten mussten wir im Vorfeld natürlich auch klären.
Da wäre zum einen die Sache mit dem Geld. Da die Briten bekanntlich zwar zur EU gehören aber ihr eigenes, uns sehr verwirrendes Geld besitzen, mussten wir natürlich erst ein mal brav zur Bank laufen und ein paar Euros umtauschen. Da ging dann schon die Fragerei los: Wie viel braucht man in London für 3 Tage Aufenthalt? Wie ist zur Zeit der Wechselkurs? Wir haben uns schließlich für 250 Euro entschieden (ungefähr 180 Pfund). Lieber ein bisschen mehr dabei, als dann in England zu stehen und dumm aus der Wäsche schauen und womöglich noch eine größere Summe fürs Abheben außerhalb Deutschland zu zahlen. So weit, so gut. Das nächste kleine Problemchen tat sich dann auf, als es an das Packen ging. Da wir mit unserer Kurzreise ein Schnäppchen gemacht hatten, das wir übrigens online gefunden und gebucht hatten (Travelbird kann einem da so einiges ermöglichen), hatten wir beschlossen, dass uns das Handgepäck reichen wird. Darin lag auch nicht das Problem. Viel mehr hat es uns ziemliche Nerven gekostet unseren ganzen Flüssigkeits-Creme-Spray-Kram in diese äußerst kleine 1-Liter-Tüte zu quetschen. Vor allem wenn dann auch noch Medizin dazukommt, auf welche nicht verzichtet werden kann. Naja, geschafft haben wir es dann doch irgendwie alles lebenswichtige zu verstauen ohne dass der Plastikbeutel kaputt gegangen ist.

Der Hinflug verlief dann auch ohne Komplikationen und wir waren bereit, dem Ruf Londons endlich zu folgen. Praktischerweise haben wir am Flughafen noch den Bustransfer vom Flughafen Stansted in die Innenstadt gebucht und konnten diesen auch noch in Euro bezahlen (hier muss ich sagen, Gott sei Dank! sonst wäre die Sache mit dem Geld in England ziemlich knapp geworden). Auf den Bus der uns endlich unserem kleinen Städtetraum näher bringen sollte, haben wir dann aber doch leider noch eine kleine Weile warten müssen und nach einer abenteuerlichen Fahrt auf der Autobahn und in der Stadt selbst, sind wir schließlich an der Victoria Station ausgestiegen und standen endlich mit beiden Beinen mitten in London. Zuerst beschäftigten wir uns mit der Frage: Wo bekommen wir jetzt unser Bahn-Ticket und was wird der Spaß kosten? Nach ein paar missglückten Versuchen etwas an den Selbstbedienungsschalter herauszufinden, haben wir uns in die Schlange gestellt und sind zu einem Schalter mit einem schlecht gelaunten jungen Mann dahinter gegangen. Da unser Hotel ca. 15 Minuten außerhalb Londons lag, mussten wir ein Ticket bis zur Zone 5 nehmen. Somit wurde unsere Oyster-Card schnell mal mit 33 Pfund aufgeladen, das sind ungefähr 46 Euro. Ein stolzer Preis, aber was anderes blieb uns nicht übrig. Und dass London nicht billig werden würde haben wir uns schon lange gedacht. Die Oyster-Card stellte sich im Laufe der 3 Tage jedoch als ziemlich heimtückisches Ding heraus, dass einem gerne mal noch die ein oder anderen Pfund aus dem Ärmel zog und einem an den Rand eines kleinen Nervenzusammenbruchs bringen kann. Vor allem, wenn die helfenden Hände, welche an jeder Metrostation im Dutzend einem zur Seite stehen, selbst das Problem nicht erkennen können und einem sogar ein klitzekleines bisschen Angst machen, indem sie einen Anschreien…

Unser Programm in den drei Tagen bestand aus einer Vielzahl von typischen Sehenswürdigkeiten wie dem Buckingham Palace, der Tower Bridge, BigBen, Westminster Abbey und sogar aus einer Fahrt mit einem roten Doppeldeckerbus hin zu der National Gallery. Auch ein Besuch bei Madame Tussauds, inclusive einer kürzeren Wartezeit als gedacht, haben wir unternommen. Das persönliche Highlight für mich, war jedoch der Besuch auf dem erst in diesem Jahr eröffneten SkyGarden. Dieser befindet sich auf der obersten Etage eines ziemlich hohen Hochhauses. Innerhalb von ein paar Sekunden wird man mit dem Lift bis ganz oben befördert, wo die grandiose 360 Gradaussicht auf einen wartet. Da eine Seite des SkyGarden aus einem gläsernen Balkon besteht, kann man auch ein wenig frische Luft schnappen. Im Inneren fasziniert einen dann die regenwaldähnliche Atmosphäre und lädt einem zu einer warmen Suppe oder einem Kaffee im hauseigenen Imbiss ein. Ein Besuch auf dem SkyGarden ist ein wahrer Geheimtipp und zudem kostenlos. Man muss sich lediglich im Voraus für seinen Besuch anmelden (problemlos und schnell: einfach hier klicken) und eine grobe Uhrzeit festlegen. Dann einfach die Bestätigung mitbringen und schon ist man mittendrin, oder besser gesagt, weit über London und kann den fantastischen Blick genießen. Außerdem befindet man sich auf dem Sky Garden viel Höher als bei einer Fahrt mit dem London-Eye.

Sky_GardenSky_Garden_innenEin weiterer Höhepunkt war ein Abstecher zum Szenenviertel Camden Town und dessen Märkten. An der Straße entlang reihen sich Schuhgeschäft an Schuhgeschäft, dazwischen findet man vereinzelt Second-Hand-Läden, Fetisch-Schuppen, Tattoostudios und natürlich auch den ein oder anderen Pub. Am Ende der Straße befindet sich dann ein großer Komplex aus vielen kleinen Marktständen. Das Besondere daran ist, dass der Markt täglich stattfindet, jedoch an jedem Wochentag der Schwerpunkt des Marktes variiert. Bei unserem Besuch lag er auf Schmuck, Taschen und noch mehr Schmuck. Unterhalb dieser Markteinheit liegt die kleine aber äußerst feine Fressmeile von Camden Town. Eine kunterbunte Auswahl an nationalem und internationalem Speisen macht es einem nicht gerade einfach eine Wahl zu treffen, doch schließlich findet dort jeder etwas und wird definitiv satt.

Insgesamt hatten wir drei wunderschöne und erlebnisreiche Tage in London und konnten unsere gemeinsame Zeit richtig genießen. Natürlich haben wir bei weitem nicht alles geschafft, was auf unserer Wunschliste stand, zum Beispiel fehlte noch ein Spaziergang durch den Hyde-Park und eine klassische Tea Time wäre auch noch schön gewesen, aber somit bleiben noch genügend Reize für einen weiteren Besuch in der durchaus schönen und sehr interessanten Hauptstadt Englands.

BigBen

Bilder: Lea Kasseckert


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