How-to-Travel-Tipps

Erst kürzlich entschied ich: „Nie wieder flieg‘ ich mit dem Flugzeug!“ Der Grund ist keine Flugangst, hatte ich noch nie. Manchmal wird mir vielleicht ein bisschen schlecht, aber auch das ist nicht der Grund. Der wahre Grund: am Flughafen ist alles überteuert und wird aber so nett präsentiert, dass man ganz gierig wird. Ein zweiter Grund: Abflug zu spät, Ankunft noch später, dann hat das Flughafenpersonal auch noch vergessen, uns ein Treppchen und den Bus zu schicken, der uns zum Flughafengebäude bringen sollte. Das blöde ist, erst am Vortag dachte ich, ich würde nie wieder Zug fahren wollen, denn der hatte natürlich auch Verspätung. Und am Familienwochenende hab‘ ich mir im Auto den Hintern platt gesessen, das ist also auch keine Option. Vielleicht sollte ich meine Reise kurz erläutern:

Freitagmorgen um halb 5 ins Taxi zum Flughafen in Barcelona gestiegen, Gepäck aufgegeben, 2 Stunden rum gesessen. Nach weiteren 2 Stunden im Flieger in München angekommen und 3 Stunden lang mit der Bahn nach Kempten im Allgäu gefahren. Dort von meiner Familie eingesammelt, nach einer Stunde Autofahrt in Fischen angekommen, wo wir unser Familienwochenende verbracht haben, zu dem die Oma eingeladen hat (es war übrigens sehr schön!) Nach dem Familienwochenende ging’s mit dem Auto nach Hause, in die Nähe von Stuttgart. Am Nächsten Morgen bin ich 7 Stunden lang im Zug nach Wien gesessen, wo ich mich zum Masterstudium eingeschrieben habe, um am Folgetag zurück nach Barcelona zu fliegen.

Dass man nach solch einer Tournee erst einmal keine Lust mehr hat, zu verreisen, ist womöglich ganz normal und natürlich möchte ich in der Zukunft weiterhin viel Reisen, daran hat sich in Wirklichkeit überhaupt nichts geändert. Aber reisen werde ich – und wenn ich es mir recht überlege war ich darin auch schon einmal ganz gut – in Zukunft nur noch mit besserer Vorbereitung. Denn eigentlich braucht es nicht viel um eine Reise angenehm zu gestalten. Hier kommen meine Tipps:

  1. Reisekram richtig verstauen

Alles, was man dringend auf der Reise braucht, muss man ja leider mit sich durch die Gegend schleppen. Um das  so angenehm wie möglich zu gestalten, ist es ratsam, bei der Wahl des Gepäckstücks (oder auch mehrerer Gepäckstücke) Acht zu geben. Bei kürzeren Ausflügen nehme ich am liebsten meinen 35-Liter-Trekkingrucksack mit. Beim Kauf lässt man sich am besten beraten, denn wenn der Rucksack irgendwo drückt ist man ganz schnell nicht mehr glücklich damit. Bei größeren Reisen kommt bei mir (zusätzlich) der gewöhnliche Rollkoffer mit, denn mehr als das, was in meinen Rucksack rein passt, möchte ich beim besten Willen nicht auf dem Rücken tragen. Immer mit dabei ist außerdem die Jutetasche. Zuerst klein gefaltet in der Seitentasche und später vollgestopft mit Kram, der nicht mehr wie beim ersten Packen in die Reisetasche passt, leistet mir das während der letzten Jahre zur It-Bag erhobene Stoffteil treue Dienste.

  1. Proviant

Je nach Reisezeit und Reisedauer sollte man sich ein bisschen Proviant einpacken. Was man vorher selbst Zuhause zubereitet ist erstens nach dem eigenen Geschmack, vermutlich etwas gesünder und vor allem viel günstiger als der abgepackte Fraß auf der Raststätte, im Restaurantwagen oder an der Flughafenbar. Es eignen sich Sandwiches, Smoothies (nicht am Flughafen), Müsliriegel, hart gekochte Eier (Bio-Freiland) und kleingeschnittenes Obst und Gemüse. Süßkram sollte man auf jeden Fall auch einpacken, sonst kauft man ihn am Ende doch auf der Tankstelle. Wenn man nicht durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen muss, sollte man außerdem ausreichend Wasser (oder andere Getränke) mitnehmen.

  1. Unterhaltung

Ich kann sehr viel Zeit damit verbringen, aus dem Fenster zu starren oder mit geschlossenen Augen vor mich hin zu dümpeln. Aber irgendwann wird’s doch langweilig und dann braucht es ein bisschen Unterhaltung. Dann lese ich gerne und weil ich kein Kindle oder vergleichbares besitze, tut es bei mir oft ein dünnes Taschenbuch. Zur Sicherheit habe ich mir auch einen Film auf dem iPad bereitgehalten, auf der ganzen Reise aber nicht angeschaut. Auch Musik und Hörbücher helfen beim Zeitvertreib … jedem das Seine.

  1. Komfort

Für mich heißt Komfort, so wenig wie möglich tragen zu müssen und das Innenleben meiner Tasche übersichtlich zu gestalten. Deshalb verzichte ich auf Nackenkissen, Schlafbrille, Ohrenstöpsel und was sonst noch hilfreich sein könnte. Dabei muss ich ehrlich sagen, dass ich eigentlich immer und überall schlafen kann. Wem das nicht so geht, sollte sich aber überlegen, was seine Reise angenehmer machen würde.

  1. Nicht verloren gehen

Klar, wenn der Flug gebucht ist oder der Sitzplatz im Fernzug reserviert ist, hat man das meiste schon geschafft. Ich vergesse dann oft, mich auch über die Verkehrssituation vor Ort zu informieren. Wie kommt man vom Bahnhof in die Innenstadt? Welches ist das günstigste Ticket? Gibt es vielleicht einen Shuttlebus zum Flughafen? Wer sich vorher informiert, ist am Reiseziel definitiv entspannter.

Ganz schön banale Bemerkungen, die ihr sicher alle schon verinnerlicht habt. Womöglich musste ich sie mir nur einfach mal wieder vor Augen führen. Ich wünsche euch nun viele schöne Reisen!

im TGV nach Paris, lange ist's her ...


3 Gedanken zu “How-to-Travel-Tipps

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