Lecker essen in Barcelona – Teil 1

Lecker essen kann man in Barcelona fast überall. Am authentischsten ist es, in den kleinen, meist etwas verlotterten Bars ein paar Tapas zu essen. Das Schöne daran ist: man isst dem Hunger entsprechend viel oder wenig und außerdem mit Fleisch oder vegetarisch, deftig oder gesund und leicht. Das größte No-Go: um die Touri-Hotspots (etwa rund um die Sagrada Familia, unterhalb des Park Güell und auf der Rambla) sollte man die Restaurants meiden. Stattdessen lieber in die kleinen umliegenden Gassen abtauchen, dort findet man meist bessere Qualität für weniger Geld. Mittags gibt es oft Menüs für etwa 10 Euro, die sich wirklich lohnen. Wenn man spät essen geht, kann man auf das Abendessen verzichten, oder nur wenige Pintxos (kreativ belegte Brotscheibchen, eigentlich eine baskische Spezialität) essen.

Heute gibt es meine Tipps für den gotischen Teil des Stadtzentrums …

EL RAVAL

Wer einmal ein authentisches Mittagsmenü essen möchte, ist im Can Lluis goldrichtig. Während die Speisekarte im Normalfall recht teuer ist, bekommt man mittags ein dreigängiges Menü mit jeweils kleinen Auswahlmöglichkeiten.

Etwas leichter geht es im El Colectivo zu. Hier werden Sandwiches, Quiches und vegetarische Burger frisch zubereitet. Außerdem gibt es hier leckeren Kaffee und Kuchen.

El Colectivo Barcelona

Im Na Mindona werden traditionelle mallorquinische Gerichte serviert. Super lecker!

Für alle die auf Süßes stehen ist ein Besuch bei Chök unausweichlich. Ich muss ehrlich sagen, dass ich selten etwas so dekadentes gesehen habe. Von Schokolade über Kekse und Cake-Pops gibt es hier alles, was das Herz begehrt. Was das Chök aber einzigartig macht, sind seine Donuts. Die gibt es hier ganz klassisch oder übereinander gestapelt mit cremiger Füllung und extravaganten Toppings. Auch wer’s nicht mag sollte einfach dieser kleinen Kunstwerke wegen mal einen kleinen Blick in die Auslage wergen.

 

Das Lukumas führt dagegen die klassischeren Donuts, aber auch hier gibt es Eigenkreationen – wenn auch etwas zurückhaltende. Und außerdem gibt es günstigen und sehr guten Kaffee.

EL BORN

Die Tapasbar Bobo Pulpín ist der kleine Bruder des Casa de Tapas in Sants (s.u). Auf den Teller kommt das gleiche, die Auswahl ist jedoch etwas kleiner. Der Vorteil ist die Lage – nämlich direkt hinter der Kathedrale.

Wirklich lecker und richtig originell kann man Pintxos im Euskal Etxea essen. Die Bar gehört zum Baskischen Kulturzentrum und ist die älteste Pintxos Bar in Barcelona. Während einen die Vielfalt an Häppchen ganz überwältigt, stimmt auch das Ambiente.

Die Bar Cal Brut nennt sich selbst die wahrscheinlich dreckigste Bar der Welt. Warum weiß ich nicht, denn dreckig ist es nicht. Aber voll. Nicht nur voll von Menschen, sondern auch voll von Krimskrams der auf Regälchen und in Vitrinen gesammelt wird und Plakaten und Stickern, die die Wände schmücken. Der eigentliche Grund her zu kommen:  die Pomada. Ein Erfrischender Cocktail der traditionell auf den Balearen getrunken wird: der dort produzierte Gin Xoriguer wird mit Limonade, frisch gepressten Zitronen und manchmal auch Pfefferminz gemischt. Kalt serviert dürfte das eines der besten Sommergetränke überhaupt sein.

Bar Cal Brut

Gesund und lecker geht es in den Cuines Santa Caterina zu. Das Restaurant gehört zum Merkat de Santa Caterina. Serviert werden Gerichte aus aller Welt und es gibt eine große Auswahl an vegetarischen und einige vegane Gerichte. Da das Restaurant zur Mittagszeit sehr beliebt ist und man nicht reservieren kann, lohnt es sich, schon vor der Öffnung um ein Uhr da zu sein – auch wenn das für den Spanier eigentlich mindestens eine Stunde zu früh ist.

 

Wer einmal Churros (frittiertes Spritzgebäck) essen möchte, geht natürlich zum besten Churros-Bäcker der Stadt. In der Granja Dulcinea sammeln sich Mütter mit ihren Kindern, alt eingesessene Stadtbewohner und natürlich auch Touristen um ihre Bäuche mit in Schokolade getunkte Churros vollzuschlagen. Das sollte man zwar nicht jeden Tag machen, aber ab und zu geht das schon. Kleiner Tipp: langsam essen und genießen, denn sobald man fertig ist wird man zum Zahlen und Gehen aufgefordert, denn vor der Tür wartet sicher schon der nächste.

Churros und heiße Schokolade in der Granja Dulcinea

Ebenfalls stadtbekannt ist die Pastelería Hofmann. Hier gibt es zwar keine Churros, dafür aber feinstes Gebäck und kleine Törtchen, allerdings nur zum Mitnehmen …

AUF DIE HAND

Wer schnell etwas auf die Hand haben möchte, schaut am besten bei den Panaderías (Bäckereien) vorbei. Dort gibt es Bocadillos, kleine Sandwiches die wie ein Pa amb Tomàquet mit dem Inneren einer Tomate eingerieben und mit Olivenöl, Knoblauch und Salz gewürzt werden. Anschließend wird Käse, Schinken oder Wurstaufschnitt zwischen zwei Scheiben gepackt. Eine Alternative sind Empanadas. Die Teigtaschen sind eigentlich in Südamerika zuhause, sind aber auch in Barcelona an jeder Ecke zu finden. Sie sind wahlweise gefüllt mit verschiedenem Gemüse, Käse oder Fleisch.

Empanadas

Ich hoffe es ist für Jeden was dabei! Beim nächsten Mal geht’s zu meinen Lieblingsrestaurants im Rest der Stadt: ins Eixample, nach Gracia, Poble Sec, Poblenou und auf den Tibidabo.


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