Ein Tag in Köln – und ein Platz im Herzen

Ein kurzer Familienbesuch übers Wochenende in der schönen Stadt Köln. Klar, dass man da auch was von der Stadt sehen möchte und nicht nur Kuchen essen und Kaffee trinken angesagt ist. Gesagt – getan. Freitag und Sonntag stand die Familie im Vordergrund, aber samstags bin ich losgezogen und hab mir die Hochburg der Karneval einmal genauer angeschaut.

Besser gesagt, das, was man an einem Tag gut durchpowern kann.

 Angefangen hat der Tagestrip am Kölner Dom. Klar, immerhin ist er das Wahrzeichen der Stadt und wurde 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Der Eintritt in den Dom selbst ist kostenlos, lediglich wenn man den Turm hinauf oder in die Schatzkammer hinab möchte, fallen Eintrittspreise an. Doch da die klare, gotische Bauweise, welche besonders im Chor und den Seitenschiffen des Doms das Kunsthistorikerherz höher schlagen lässt, habe ich mir die Eintrittsgelder gespart und dafür die einzigartigen und der durch Lichtwechsel verzaubernden Glasmalereien meine Aufmerksamkeit geschenkt.

Nach dem Besuch der dritthöchsten Kirche Europas ging es weiter in das Museum Ludwig, das nur 3 Minuten zu Fuß vom Dom und dessen Vorplatz entfernt liegt. Auf insgesamt vier Etagen werden hier die Künstlerinnen und Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts in einer bemerkenswerten Sammlung ausgestellt. Von Pablo Picasso bis Otto Dix, Piet Mondrian bis Max Ernst, Jackson Pollock bis Andy Warhol sind alle namenhaften Charaktere vertreten und in einer nach Schaffensperioden und Stilrichtungen kuratierten Dauerausstellung zu sehen. Die aktuelle Sonderausstellung „Wir nennen es Ludwig“, welche noch bis zum 8. Januar 2017 zu sehen ist, setzt sich anlässlich des 40. Geburtstag des Hauses mit dem Thema auseinander, was das Museum Ludwig überhaupt ist, es auszeichnet und wie die gesammelten Werke einen neuen Bezug gesetzt werden können.

Da wir alle wissen, dass ein Museumsbesuch so einige Kräfte aus einem herausziehen kann und man danach erstmal ein bisschen an die frische Luft sollte, ging es zu Fuß weiter in die Kölner Altstadt, welche nur wenige hundert Meter hinter dem Museum Ludwig beginnt. Auf der Suche nach einem geeigneten Mittagssnack ging es somit durch die kleinen Gassen, vorbei an zahlreichen Restaurants und Imbissbuden, welche durch ihren leicht heruntergekommenen Charme sofort überzeugten und an lange Nächte im Carambo (you will never die <3) erinnerten.

Gestärkt mit Pommes, Falafel und einem Softeis zum Nachtisch ging es entlang des Rheins zur wohl zweitbekanntesten Sehenswürdigkeit Kölns – der Hohenzollernbrücke mit ihren tausenden Liebesschlössern. Am schönsten war dabei zu sehen, dass zwischen den Menschenmassen, die sich gerade zu Fuß oder auf dem Rad gegenseitig über die Brücke schoben, ein junges Paar mitten im Trubel gerade dabei war, ihr persönliches Liebesschloss anzubringen und sich verliebt in die Augen zu blicken.

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Auf der anderen Rheinseite angekommen, wurde natürlich erstmal das Panorama genossen, dass einem geboten wird. Zur Rechten der Kölner Dom mit der Hohenzollernbrücke im Vordergrund, davor die von hungrigen Menschen besetzte Altstadt entlang des Ufers und links tauchten die Kranhäuser und das Schokoladenmuseum auf. Herrlich! <3

Weiter führte uns der Weg entlang des Rheins in den Rheinpark, welcher mit seinen bunten Blumen, dem herabfallenden Herbstlaub und einer kleinen Bahn, die sehr an die Karlsruher Schlossgartenbahn erinnerte, einen herrlichen Abschluss der Eintagestour durch Köln bildete.

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Selbstverständlich gibt es in der Jeckenhochburg noch einiges spannendes mehr zu entdecken, doch für einen Tag und 17 gelaufenen Kilometer hat sich Köln schon jetzt einen kleinen Platz in meinem Herzen erschlichen.
Und ein Karneval in Köln sollte auch mal noch drin sein!

Bilder: Lea K.

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