Kulturreise Madrid und Umgebung

 

Madrid
Madrid

It’s a never ending lovestory – Spanien und unser Blog sind dieses Jahr ganz besonders eng miteinander verbunden. Neben den vielen Alltags-Berichten von Klara über die katalanische Hauptstadt Barcelona fand man auch ganze drei Andalusien-Berichte im Frühjahr von meiner Seite. Doch weder die Liebe noch der Jahresurlaub zogen mich nun diesen Herbst in das Herz Spaniens, sondern die Exkursion meines kunsthistorischen Instituts. Wie man weiß sind Uni-Exkursionen nicht ganz ohne. Eng damit verbunden sind frühes Aufstehen, viel Laufen, noch viel mehr Stehen und ununterbrochene Konzentration. Urlaub kann man das nicht nennen. Allerdings komme ich von solchen Exkursionen immer, wenn auch sehr müde, top motiviert in die Heimat und will über verschiedene Künstler mehr erfahren und lesen und studieren und und und… . Wie man wahrscheinlich schon etwas heraushören kann, hat mir die Exkursion trotz den körperlichen Anstrengungen sehr viel Spaß gemacht. In den sieben Tagen besuchten wir obligatorisch alle Madrider Museen (Prado, Thyssen-Bornemisza, Reina Sofia, usw.), bekamen eine kurze Stadtführung und verließen Madrid, um uns Toledo und El Escorial anzusehen. Ich nehme vorweg, dass mir Madrid als Stadt so gar nicht gefallen hat. Es gibt dort zwar einige schöne und geschichtsträchtige Plätze, doch hat mir der „Madrider Flair“ gefehlt. Diese, vielleicht kann man sagen Identität, hatte bis jetzt sonst jede große (Haupt-)Stadt, die ich besucht habe. Es ist eine bunt gemischte Stadt ohne richtige Aussage. Aber vielleicht ist es ja genau das, was die Stadt so ausmacht. Eine spanische Großstadt, ohne eigene individuelle Stadtplanung, in der keiner ein Wort Englisch versteht. Dies soll hier allerdings kein Bericht darüber werden, was mir alles an Madrid nicht gefallen hat. Vielmehr will ich euch Tipps geben, wie ihr euren Aufenthalt in Madrid schöner gestalten könnt.

1) Museen

Nun gut, da ich eben im Rahmen der Exkursion in Madrid war, befand ich mich die Hälfte eines Tages in einem Museum. Vielleicht hätte ich in diesem Blogpost auch eine Übersicht von den Kunstmuseen in Madrid machen können, aber die Stadt besteht nun mal nicht nur aus Museen. Wie dem auch sei ist – die Museumslandschaft in Madrid ausgezeichnet. Man sollte sich unbedingt viel Zeit für das Prado Museum nehmen. Dort hängt ein Meisterwerk neben dem nächsten. Außerdem hat mir auch das Museum der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando sehr gut gefallen. Hier sind viele bemerkenswerte Kunstwerke von den ehemaligen Studierenden der Kunstakademie zu sehen, wie Goya, Rubens und Zurbaran. Leider wird diese Sammlung schlecht besucht, was allerdings auch den Vorteil hat, dass man sich in aller Ruhe die Meisterwerke ansehen kann.

Museo de Academie de Bellas Artes
Museo de Academia de Bellas Artes
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Reina Sofia

2) Unterkunft: OK Hostel

Beim Packen war ich schon sehr vorsichtig und habe meine Dusch-Flip-Flops eingepackt: You’ll never know. Doch das Hostel hat richtig arg mit der Sauberkeit gepunktet. 1x am Tag kam eine Putzkraft, die das Bad sehr ordentlich gereinigt hat. Außerdem gibt es in dem Hostel für 2€ ein All-You-Can-Eat-Frühstück und sogar Dinner Angebot für 10€. Dort ist ein 3-Gänge-Menü und eine Drink-Flatrate inbegriffen. Preis-Leistungs-Verhältnis war super gut. Zu Empfehlen.

3) Restaurant: el b_us

Tripadvisor ist auf Reisen immer mein bester Freund. Und auch dieses Mal haben mich die Bewertungen nicht enttäuscht. Das Restaurant war ganz in der Nähe unseres Hostels und bekam auch insgesamt sehr gute Bewertungen. Das Essen ist für spanische Verhältnisse etwas teuer, doch für deutsche ganz normal. Die Hauptspeisen liegen hier bei ca. 12€, das Bier fängt bei 2€ an und lecker Nachtisch gibt es ab ca. 4€. Es empfiehlt sich, hier möglichst früh zu kommen oder zu reservieren, da das Restaurant, wie die Küche, wirklich sehr klein sind.

4) Toledo

Die ehemalige Hauptstadt Spaniens hat den selben Charme wie ein toskanisches Dorf. Der Ausflug, mit der Bahn ca. 20 Minuten entfernt, muss bei einem Madrid-Aufenthalt unbedingt mit eingeplant werden. Dort sind die Kathedrale, die Kirche Santo Tome und das Hospital de Santa Cruz zu empfehlen. Man muss wissen, dass der Künstler El Greco in Toldeo sehr lange gelebt hat und dementsprechend auch viele seiner besten Kunstwerke in diesen Gebäuden vorzufinden sind. Atemberaubend (auch wenn man, wie ich, nicht so ein großer El Greco Fan ist).

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Toledo

5) El Escorial

In dem „Städtchen“, das sich ca. 60 Minuten von Madrid entfernt befindet, haben wir einen ganzen Tag im Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial verbracht. In dem Schloss, das im 16. Jahrhundert unter dem König Philipp II. von Spanien erbaut wurde, ist tatsächlich so groß, dass man sich auch leicht verlaufen könnte. Natürlich befinden sich auch hier bemerkenswerte Kunstwerke, doch am besten hat mir in dem Schloss das Mausoleum gefallen, in dem alle Könige begraben werden. Es ist mit verschiedenen Marmorarten und goldenen Ornamenten verkleidet, dass man die königliche Präsenz wahrnehmen kann.

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El Escorial

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Trotz der anfänglichen negativen Kritik an der Stadt würde ich wieder nach Madrid reisen, nur um noch einmal ins Prado gehen zu können und mehr Zeit in Toledo und El Escorial zu investieren.

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Palacio Real
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Fresko: Tiepolo im Palacio Real

2 Gedanken zu “Kulturreise Madrid und Umgebung

  1. Ich lebe seit 5 Jahren in Madrid und diese Stadt hat kulturell – neben den permanenten Ausstellungen in den Museen – fast wöchentlich neue Ausstellungen anzubieten. Madrid ist immer eine Reise wert. Natürlich auch aus kulinarischer Sicht.

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