Thekensicht: Tipps fürs nächste Konzert

Es ist wieder soweit. Schaut man aus dem Fenster, macht das graue und regnerische Wetter wenig Lust das Haus zu verlassen. Doch diese frühen Abendstunden leiten gleichzeitig die Konzertsaison ein. Nachdem diesen Sommer uns die Festivalsaison überragend enttäuscht hat (insbesondre Susi hat es diesen Sommer auf dem Southside erwischt), heißt es jetzt wieder Halle, Club oder Keller. Auf diese schwitzigen Abende freue ich mich schon ganz besonders. Vor allem da ich meiner Zeit im Substage Karlsruhe etwas hinterher weine. Ich hatte dort tolle zwei Jahre und durfte verschiedene Konzerte hinter der Theke begleiten. Von K.I.Z. über Kyle Gass Band bis Emil Bulls habe ich einiges mitgenommen. Die zahlreichen Konzerte und Partys haben meine Sicht auf die Thekenarbeit (natürlich, ich stand ja auch dahinter) vollkommen verändert. Aus diesem Grund möchte ich euch hier einige „Benimmregeln“ für euren nächsten Konzertbesuch notieren, welche euch vielleicht bis jetzt noch nicht so bewusst sind.

1) Das „Bitte“ und „Danke“ Prinzip

Generell fällt es mir häufig auf, dass selten „Bitte“ und „Danke“ gesagt werden. Es sind zwar nur Wörter, aber mit einer immensen Wirkung. Diese magischen Wörter sollte man unbedingt häufiger benutzen und dies auch in einem Club. Zwar will man vielleicht nur kurz ein Bier, aber das ist kein Grund unhöflich oder –freundlich zu sein.

2) Wir können keine Gedanken lesen

Unterlasse bitte folgendes: Zur Theke gehen, dein leeres Glas der Thekenkraft hinhalten und sagen: „Auffüllen!“ oder „Das Gleiche!“. (Noch schlimmer ist es allerdings stumm mit dem Glas auf die Theke zu klopfen!) Hinter der Theke gibt es zwar gefühlt 100 verschiedene Gläser, aber mind. 5x so viele Getränke, die eben in diese Gläser eingefüllt werden müssen. Was du davor getrunken hast, kann man leider aufgrund der Glasform sehr selten erahnen und dein Gesicht merken wir uns nur in seltensten Fällen.

3) Die Weinschorle

Wenn du ein Weinliebhaber bist, aber dieser dir gerade zu schwer ist und du eine Weinschorle bestellst, dann sag doch bitte gleich wie du sie haben willst:

  • Weiß, Rot oder Rosé
  • Klein oder Groß
  • Süß oder Sauer

4) Das Anstehen

Die Arbeit an friedlichen Konzerten ist allgemein sehr angenehm. Kein Herumpöbelei, wenig Müll, viel „Bitte“ und „Danke“ und nettes Trinkgeld. Doch die Menschchen auf diesen Konzerten sind meistens dann auch so arg freundlich, dass sie sich an der Theke brav anstellen. Im Grunde eine gute Sache, doch nicht bei Konzerten. Hier bitte einfach möglichst nah, ohne Herumgeschubse und mit Nachsicht, an die Theke kommen, dann bekommen alle ihr Getränk schneller und so bildet sich vielleicht sogar erst gar keine Schlange.

Ich hoffe ganz arg, dass ihr euch diese Tipps für euren nächsten Konzertbesuch etwas zu Herzen nehmt und so ein noch feucht fröhlicheren Abend mit eurer Lieblingsband haben werdet.

img_1259
Theke der „Alten Hackerei“, Karlsruhe.

Bild: Jessica W.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s