Serienjunkie #2

Harvard vs. Wasted Youth vs. Bling Bling

Nachdem Lea schon ihre vier liebsten Serien verraten hat, bin ich an der Reihe! Okay, die Überschrift ist erst mal verwirrend, aber sie trifft den Kern der Sache: Wenn ich mich mit Serien berieseln lassen will, fiebere ich entweder mit Rory Gilmore in Stars Hollow mit, ihren Traum von Harvard zu verwirklichen, gehe nach Bristol zu den Teenies von Skins, wie sie sich allerhand Zeugs reinpfeiffen oder … als letzter Ausweg muss es das verrückte Haus der Kardashian-Jenners in Calabasas sein (Bling Bling überall!!!)

Gilmore Girls

Nicht zuletzt seit Netflix bekannt gegeben hat, dass sie eine Mini-Serie als Fortsetzung von Gilmore Girls in Planung hat, ist der Hype überall. Und ihr könnt mir glauben, ich bin vor Freude fast übergelaufen. Die Gilmore Girls haben einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Während meiner Schulzeit lief die Serie gefühlt im Loop immer nachmittags auf VOX und ich war immer mit dabei (an manchen Tagen hat man auch noch Charmed und Ghost Whisperer hinterher geschoben, wer erinnert sich? ♥).

giphy2

Zum Plot: Lorelai Gilmore aus einer gut betuchten Familie an der Ostküste bricht mit 16 aus ihrem geordneten Leben aus und bekommt ein Kind – Rory. 16 Jahre später hat Lorelai sich vom Zimmermädchen zum Management eines kleinen Hotels hochgekämpft und ist die beste Freundin ihrer Teenagertochter Rory, die super strebsam ist und nur ein Ziel vor Augen hat: Harvard. Um die Chancen zu erhöhen, dort aufgenommen zu werden, macht sich eine Privatschule im Lebenslauf gut, doch die kostet Geld… das nur die verhassten, spießigen Großeltern haben.

giphy3

Eingebettet sind diese ganzen familiären Verwicklungen in den Kleinstadtkosmos von Stars Hollow, der mit den verschiedensten verrückten Charakteren in der Stadt dafür sorgt, dass man am liebsten selbst Teil dieser Gemeinschaft werden würde.

Gilmore Girls ist für mich die perfekte Ausflucht: Es ist lockerleichte, harmlose Unterhaltung, hier und da gibt’s kleine Liebeleien, bei denen man mitfiebern kann, und ansonsten darf man einfach dabei zusehen, wie das Leben in Stars Hollow seinen Lauf nimmt. An Schlagfertigkeit mangelt es in der Stadt zum Glück keinem.

Skins

Skins war eine der ersten Serien, die mich komplett in ihren Bann gezogen hat, als ich mit 15 auf Tumblr mein Unwesen trieb und man den Hype früher oder später nicht an sich vorbeiziehen lassen konnte: Skins packt Teenager da, wo es richtig weh tut. Es geht um Liebe, Freundschaft, Druck, Bestätigung, Stress, psychische Krankheiten, Drogen, Vertrauen, Intrigen. Und erstmal klingt es super flach, aber die jungen Schauspieler (die oft keine professionelle Ausbildung haben, sondern frei gecastet wurden) bringen jeder für sich ein Stück Authentizität mit.

giphy

Begleitet werden zwei Jahre einer Oberstufe. Im Zentrum steht ein Kreis von Freunden, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch zusammenhalten. In den ersten beiden Staffeln schart der intrigante Tony seine Freunde um sich, ab der dritten Staffel übernimmt seine Schwester Effy. Die Episoden tragen immer den Namen eines Charakters, der dann genauer beleuchtet wird, während die Haupthandlung eher im Hintergrund weitergeführt wird. Man lernt den Cast richtig nah kennen, wie sie sich in der Schule geben und wie es aber dann zuhause aussieht und steckt bald einfach mittendrin. Alles ist komplett durchdacht, was schon beim Styling jedes Charakters anfängt, das individueller und treffender nicht sein könnte. Dass man Charaktere einfach scheiße und unsympatisch findet oder komplett begeistert ist (außer vielleicht von Effy, die liebt jeder, glaube ich) – das gibt es bei Skins einfach nicht. Jeder in der Gruppe zeigt irgendwann sein wahres Wesen, im Guten wie im Schlechten und im besten Fall lernt man daraus, auch im echten Leben jedem eine Chance zu geben oder mal Fünfe gerade sein zu lassen.

200

Es mag daran liegen, dass ich die Serie in mein Herz geschlossen habe, als ich selbst so alt war wie der Cast und alles unglaublich nah war, aber auch jetzt würde ich immer wieder die Serie empfehlen: Skins ist sehr intensiv. Man lacht, man weint, leidet mit. Und weil die Serie die Charaktere nur zwei Staffeln begleitet und dann eine neue Generation kommt, hasst man die neue Generation erst mal. Weil man den alten Cast so sehr vermisst… doch dann verschluckt einen nach maximal 2 Episoden der neue Cast und das Spiel beginnt von vorne.

Keeping Up With The Kardashians

Okay, hier scheiden sich die Geister und für manche mag es das peinlichste Geständnis ever sein, aber für mich geht das klar: Der Kardashian-Clan unterhält mich, und er darf es seit mehreren Jahren fast jede Woche tun. Ich bin eh ein Kind des Reality TV, ich konnte schon früher nicht genug von Flavor Flav auf der Suche nach Liebe, The Simple Life oder den Osbournes auf MTV bekommen, und jetzt halte ich den Kardashians (plus den Spin-offs Kourtney & Khloe Take Miami, I am Cait, Rob & Blac Chyna) die Treue. Die Familie ist so verrückt und für die Sendung lassen sie sich die bescheuertsten Dramen oder Ausflüge einfallen, aber ich kann mich meistens mitfreuen. Viel zum Plot kann ich gar nicht sagen, denn das Leben der Meute plätschert eben so dahin, mal gibt’s ein neues Baby, mal eine Trennung, Versöhnung, Zickereien, immer schön von allen Beteiligten im Nachhinein kommentiert und einfach REAL, klar. Probiert es einfach mal aus, aber passt auf, der Kosmos könnte euch verschlingen und im Nullkommanichts folgt ihr ALLEN auf Instagram und Snapchat und fiebert jede Woche mit (schuldig).

giphy1

alle GIFs von giphy.com


6 Gedanken zu “Serienjunkie #2

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s