Steuertipps für Studierende

Ob euch dieses Thema interessiert oder nicht kann ich nur schwer einschätzen. Allerdings habe ich vor knapp einem Jahr ein Steuerseminar besucht und habe alle meine Freunde, denen ich davon erzählt habe, damit angefixt – deswegen dieser Artikel.

Zu Beginn kann ich schon vorwegnehmen, dass diese Steuertipps insbesondere für diejenigen von euch sind, die sich gerade im Master befinden oder vor ihrem Bachelorstudium bereits eine weitere Ausbildung abgeschlossen haben (denn nur dann kann man aktuell eine Steuerrückerstattung gewährleisten). Darüber hinaus solltet ihr Bescheid wissen, dass ihr eure Ausbildungskosten nicht in den Jahren ausbezahlt bekommt – da ihr wahrscheinlich auch keine Steuern bezahlt habt – sondern diese euch sozusagen gutgeschrieben werden und ihr in den Jahren nach eurem Studium (z.B. im Volontariat o.ä.) davon erntet. Nun aber zu den Tipps, beachtet aber bitte, dass sich die Pauschalbeträge von Jahr zu Jahr ändern können. Alle Pauschalbeiträge der letzten Jahre findet ihr hier.

  1. Achte darauf, dass ALLE wichtigen Ausgaben von deinem Konto bezahlt werden. Angefangen bei den Studiengebühren. Wenn DU dafür nicht bezahlt hast, kannst du es auch schwierig von DEINER Steuer absetzen.
  2. Du bist für dein Studium in eine andere Stadt gezogen? Dann kannst du pauschal 730€ (ab 01.03.2015) absetzen. Wichtig hierbei ist, dass du einen Zeitgewinn von mind. 1h hast. Deinen Umzug innerhalb einer Stadt in eine coolere WG abzusetzen erweist sich als schwierig.
  3. „Ich hätte so gern dieses Buch für die Uni, aber es ist so teuer!“ – Diesen Satz hört man von mir ziemlich häufig. Bei euch wird es sicherlich nicht anders sein. Aber es gibt einen Lichtschimmer am Horizont: Ihr könnt eure Fachliteratur bzw. Fachmagazine absetzen. Wichtig: Kassenzettel/ Rechnung aufbewahren.
  4. Es wird noch besser: Auch gebrauchte Fachliteratur kann abgesetzte werden. Hier ist wieder die Rechnung wichtig. Wenn du Fachliteratur auf dem Flohmarkt erwirbst, kannst du mit Hilfe eines Quittungsblocks eine „Rechnung“ erstellen lassen und diese ebenfalls absetzen.
  5. Euer Laptop ist zu langsam, runtergefallen oder ihr wollt einfach ein neuen? Dann ist dies tatsächlich gar kein schlechter Zeitpunkt sich einen neuen zu besorgen. Auch den Laptop kann man ohne Probleme absetzen. Wichtiger Trick: Der Laptop muss über drei Jahre abgesetzt werden. Kopiert euch eure Rechnung 3x und schreibt folgenden Satz darauf: „90% Nutzung zum Studium.“
  6. Euer Studium ist sehr exkursionslastig? Dann lasst euch jede Exkursion bescheinigen. Die Kosten hierfür können abgesetzt werden. Wenn ihr sogar über mehrere Tage am Stück unterwegs wart, könnt ihr sogar noch einen Verpflegungsmehraufwand hinzurechnen. Dies ist nach Ländern kategorisiert. Eine Übersicht findet ihr bei reisekostenabrehcnung.com 
  7. Auch euer Auslandsstudium, -praktikum kann wie die Exkursionen abgesetzt werden.

Es gibt noch viele weitere Pauschalbeträge und Szenarien (Fahrten, Lerngruppen usw.) die man beachten muss/ kann/ sollte. Mein Hauptanliegen mit diesem Artikel ist es aber viel mehr euer Interesse mit der Auseinandersetzung „Steuer“ zu wecken. Im Studium ist das ganze kein Hexenwerk, man hat mit hoher Wahrscheinlichkeit schließlich keine Einnahmen. Wenn ihr noch mehr Infos benötigt oder unsicher seit oder sonst etwas, dann schaut doch auch mal an eurer Uni nach, ob solche Steuerseminare angeboten werden. Andernfalls könnt ihr auch Mitglied des Lohnsteuerhilfeverein werden. Mit einem minimalen jährlichen Beitrag könnt ihr dort euer Steuerbescheid legal prüfen lassen. Also ran an das Sammeln von Rechnungen!


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