#4 Ansichten: 1. Mai

 

Wir sind schon mitten drin im langen Wochenende, von denen es jetzt ja wieder richtig viele geben wird. Das Besondere an diesem: Der Montag ist der 1. Mai. Überall gibt es an diesem Tag viele verschiedene Traditionen, neben den traditionell übermittelten natürlich auch die ganz persönlichen.

Wer noch nicht weiß, was er am Montag machen möchte, kann sich hier ein wenig Anregung holen: wir stellen euch unsere persönlichen Erster-Mai-Traditionen und Pläne für den Montag vor.

Klara: Tja, ich versuche gerade, mich zu erinnern, was ich letztes Jahr am ersten Mai in Barcelona getan habe … ich vermute ich habe in der Sonne Sommersprossen gezüchtet und sonst nichts getan. Bis dato war wandern (trotz Heuschnupfen) und anschließend abends im Garten grillen ein Muss! Hier in Wien wird es wohl anders werden … während man bei uns die Wahl zwischen wandern und demonstrieren hat, gibt’s hier nur die zweite Möglichkeit (warum nur? Der Wiener wandert scheinbar immer gerne in Wienerwald, nur nicht am 1. Mai …)
Ob ich demonstrieren gehe oder einfach nur die Füße hochlege, wird spontan entschieden … erstmal nachsehen, welche Demos angesagt sind.

Jess: Kollektiv zieht es die Leute an diesem Tag, unabhängig vom meist nasskaltem Wetter, aus ihren Zimmern, raus in die Natur. Mich persönlich lädt der 1. Mai, wie generell alle Feiertage im Jahr, ein, Couchella zu zelebrieren. Leckeres Essen, ein Filmchen, die Lieblingsserie oder der PS4 Controller in der Hand lässt sich ein Feiertag genießen. Weder (Besäufnis) „Wanderung“ noch Demo stehen an diesem Tag in meinem Kalender. Ganz nach eigener Tradition bleibe ich zu Hause und genieß die freien Stunden.

Lea: Für mich als waschechtes Dorfkind gibt es für den ersten Mai nur zwei Optionen und diese sind ganz einfach vom Wetter abhängig.
Erster Fall – gutes Wetter:
Bei gutem Wetter, also so ziemlich alles außer Regen, Schnee und extremer Kälte, wird der Rucksack mit leckerem Picknick-Proviant gepackt, eine Decke unter den einen Arm geklemmt und ein Bier in die andere Hand genommen. Und dann wird gewandert. In der Heimat gibt es dann einen festen Treffpunkt wo sich gefühlt alle der Generation X, Y und Z der Region treffen und gemeinsam picknicken und für einen Tag die Seele baumeln lassen. Das Schöne daran war immer, dass man so viele Menschen getroffen oder kennengelernt hat, dass es von Jahr zu Jahr immer witziger und besser wurde. Dieses Jahr werde ich die Wander-Picknick-Tradition hoffentlich in Trier weiterführen können, wenn auch erstmal im kleineren Rahmen.
Der zweite Fall – schlechtes Wetter:
Bei schlechtem Wetter geht es leider nicht wandern, wobei dies wirklich wirklich stark abgewogen wird, was denn jetzt schlechtes Wetter bedeutet. Zum Beispiel, wenn es morgens schon gewittert oder wie aus Strömen regnet. Dann sehe ich ein, dass ein solcher Ausflug keinen Spaß machen wird. Am besten verbirgt man aber verregnete erste Mais trotzdem mit seinen Freunden, schmeißt vielleicht den Grill an (wenn sich einer erbarmt bei schlechtem Wetter an den Grill zu stehen) und lässt eben zu Hause die Seele baumeln. Dann ist der Heimweg auch nicht so weit, vor allem wenn man schon das ein oder andere alkoholische Getränk zu sich genommen hat.

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Susi: Ich bin damit aufgewachsen, dass in der Maiennacht ganz schön viel los ist. Es werden kleine Streiche gespielt und vor allem die Männer müssen richtig ran: Denn wo ich herkomme (und witziger Weise auch jetzt im Rheinland wieder) gibt es die Tradition, der Liebsten einen Maibaum zu stecken: Junge Birken werden mit bunten Kreppbändern verziert auf das Dach oder an den Balkon der Angebeteten gebunden und am nächsten Morgen werden die Frauen dann mit einer nicht zu übersehenden Liebesbekundung überrascht. Auch wenn ich sonst nicht so der Fan großer Gesten bin und alles was klischeehaft romantisch ist mit Ekel beobachte, finde ich diese Tradition zum 1. Mai wahnsinnig süß. Auch weil die Straßen dann den ganzen Mai über bunt geschmückt sind und man bei jedem Baum daran erinnert wird: Hey, da hat sich jemand richtig Mühe gegeben und ist stolz darauf, seine Zuneigung der ganzen Nachbarschaft zu präsentieren! Aber an dieser Stelle auch meine Bitte: Jungs, wenn ihr da sonst wo rumklettert, bitte sauft nicht so viel. Belohnt euch doch lieber nach getaner Arbeit mit einem Bierchen, statt euch super leichtsinnig in Gefahr zu bringen.

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Und was habt ihr für Pläne am 1. Mai?
Was es auch ist, wir wünschen viel Spaß (und passt auf euch auf!)


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