Eine Woche: Zufällige Wikipedia-Artikel lesen

Passend zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai und den Geschehnissen in der Türkei habe ich mich für ein kleines Experiment entschieden: Eine Woche lang zufällige Wikipedia-Artikel lesen.

Die Inspiration dafür kam schon lange vor den aktuellen Geschehnissen auf, doch zeigt sie in diesen Tagen, wie wertvoll das Leben in einer demokratischen Gesellschaft heutzutage ist.

In der Türkei kann man seit dem 29. April die weltweit bekannte und stetig genutzte Online-Enzyklopädie Wikipedia nicht mehr aufrufen. Sie wurde aufgrund eines richterlichen Beschlusses gesperrt, da die türkische Regierung den Betreibern vorwirft, die Türkei auf eine Stufe mit Terroristen zu stellen und terrorpropagandistische Texte zu veröffentlichen.
Im Zusammenhang mit der Pressefreiheit kann man hier eindeutig von Zensur sprechen.
Doch was hat mich vor den Geschehnissen dieser Woche veranlasst, jeden Tag einen zufälligen Wikipedia-Aritkel zu lesen?
An erster Stelle stand das Weiterbilden in Sachen Allgemeinwissen und die Neugier, was es denn alles so gibt, von dem ich nie auf die Idee gekommen wäre, es selbst nachzuschlagen. Diese Motivation impliziert gewzungenermaßen auch die Tatsache, mehr zu lesen. Denn ich muss zugeben, ich bin ein echter Lesemuffel.

So habe ich begonnen, täglich einen Artikel zu lesen, welcher durch den Zufallsgenerator den Wikipedia einem zur Verfügung stellt, ausgewählt wurde. Und ich muss sagen, es hat Spaß gemacht von verschiedenen Biografien, über geschichtsträchtige Schlachten, bishin zu Statistiken über Nummer-Eins-Hits und sich im All befindenden Satelliten zu lesen und zu ergründen, was Wikipedia in seinen Tiefen alles versteckt hält.

 

Bildschirmfoto 2017-05-04 um 17.35.44

 

Mein Ziel beim Lesen war es, mir die wichtigsten Aspekte der Texte einzuprägen (weil Allgemeinwissen verbessern und so) und dann war die Sache damit für mich abgehakt.

Vor zwei Tagen erst wurde ich darauf hingewiesen, dass man das ganze noch viel interaktiver hätte zelebrieren können. Nämlich indem man jeweils auf die erste Verlinkung des Artikels klickt und dann diesen liest, auch dort die erste Verlinkung öffnet und so das Spiel bis ins unendliche weitertreibt (oder sich nach x Links eine Grenze setzt).

Das Experiment scheint also noch ungeahntes Potential zu haben und ist definitiv noch weiter ausführbar. Und hoffentlich bald auch wieder für alle Menschen, die sich diesem stellen wollen, egal wo auf der Welt sie sich gerade befinden.

 

Bild: Lea K.
(erstellt aus allen gelesenen Wikipedia-Artikel mit dem Wortwolkengenerator http://www.wordle.net)

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